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Chronik

Die Gründung des OGV Busenbach

Die Gründung des Vereins erfolgte im Jahre 1907. Leider gingen sämtliche Dokumente, während des 2. Weltkrieges verloren, so dass der Verein über keinerlei Unterlagen mehr verfügt. Drei ältere Mitglieder haben es bestätigt, dass die Gründung des OGV Busenbach 1907 erfolgte.

Wiederanfang 1947

1947 musste der Obst und Gartenbauverein einen völligen Neubeginn, man kann sagen, aus der Not gedrungen wagen. Von da an gibt es auch ein Protokollbuch, in dem lückenlos bis ins Jahr 1988 hinein Aufzeichnungen von den jährlichen Generalversammlungen zu finden sind. Für die Jahre danach wurden mehrseitige Einzelprotokolle geschrieben.

Der Weg des Neuanfangs nach dem Krieg war natürlich sehr steinig. Bürgermeister Hermann Weber war alleingeschäftsführender Vorstand und scharte 85 Mitglieder um sich. Diese erkannten sehr schnell und folgerichtig, dass nur eingebunden in einem Verein bessere und verkraftbare Einkaufskonditionen zu erzielen waren, weil über Sammelbestellungen ganz natürlich eine breitere Mengenbasis für Preisverhandlungen gegeben war. „Um die Arbeit in Fluss zu bringen, ist die Bestellung einer neuen Verwaltung das Gebot der Stunde“, so seine einleitenden Worte auf der 1. Generalversammlung am 12.07.1947. Die Verantwortung übernahmen Josef Huck als 1. Vorstand, Ludwig Steppe 2. Vorstand, August Eble Schriftführer, Josef Lauinger Kassier und als Beisitzer Rudi Anderer und Schneidermeister Josef Kunz. Die Beschaffung von „kriesenfesten“ Obstsbäumen –wie sie genannt wurden- und von Dünge-und Spitzmitteln stand (auch in den Folgejahren)im Mittelpunkt aller Bemühungen. Galt es doch, so schnell wie möglich eine Grundversorgung der Ortsbevölkerung aufzubauen und zu sichern. Unser unvergessener Baumwart Meinrad Vogel stellte sich sofort in den Dienst für die Beschaffung und Anwendung von Spritzmitteln und für die Pflege vorhandener Obstbäume. Er setzte sich unverzüglich auch „für die Anbringung einer Aushangtafel an öffentlich dem Verkehr zugänglicher Stelle zur schnellen Unterrichtung der Mitglieder in der Obst- und Gartenbaupflege ein.                                                                                                            

Noch eine Chronistenpflicht: Auf dieser 1. Generalversammlung wurde ein Jahresbeitrag von
3,-- Reichsmark pro Mitglied beschlossen.

Bis ins Jahr 1976 wurde ein regelrechter Handel mit Torf betrieben. Und mit den „Städtlern“ wurden erste Fugger-Kontakte“ geknüpft. Nur einige „Spinnereiler“ versorgten sich auf Busenbacher Gemarkung selbst.

In der Übergangszeit der Währungsreform wurde den Mitgliedern empfohlen, nur das nötigste anzuschaffen, bis sich die Preise einigermaßen stabilisiert haben.

1950 stand die Anschaffung einer Motorspritze im Vordergrund. Bei der Firma Pflug in Baden-Oos gekauft, kostete sie immerhin DM 1279,30. Der Landkreiskasse Karlsruhe wurde aber ein Zuschuss von DM 700,-- abgerungen.                                                                                                         

In diesem Jahr wurde auch die Stelle eines „Vereinsdieners“ geschaffen, der gegen Entlohnung die Vereinsbeiträge und das Zeitungsgeld kassierte.

Aus dem Protokoll des Jahres 1951 ist hervorzuheben, dass mit Otto Schwab einer der Gründungsmitglieder von 1907 verstorben ist. Alle anderen Gründungsmitglieder sind leider nicht überliefert.                                                                                                                                   Die Niederschrift des Jahres 1952 sagt aus, dass unser heutiger Ehrenvorstand Alfred Eble als Schriftführer in den Vorstand gewählt wurde; und zwar als Nachfolger seines verstorbenen Vaters Willi.

Meinrad Vogel stellte für Busenbach folgendes Obstsortiment auf: Klarapfel, Winterrambour, Tiefbutze, Zuckamaglio, Gronzel, Gewürzluike, und  bedingt Goldparmäne und Boskoop. Spezielle  Sorten zur Mostgewinnung waren damals also noch nicht dabei. Im gleichen Jahr wurde auch beschlossen, jedes Jahr am Erntedankfest eine Heilige Messe für die verstorbenen Mitglieder lesen zu lassen.

 

Ältester Grenzstein bei den
Hatzenwiesen von 1769

Meinrad Vogel war von 1948-1958  2. Vorstand

Ehrung für 25jährige Mitgliedschaft

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